
Wer blickt uns da auf der alten Familienfotografie so neugierig oder geheimnisvoll an? Warum sind es manchmal nur profane Lichtbilder, zu anderen Gelegenheiten jedoch unverhoffte Einblicke in unser eigenes Inneres? Mittlerweile weiß wohl fast jeder, daß die genetische Erbmassse zur Hälfte vom Vater und zur anderen Hälfte von der Frau Mama stammt. Entsprechend verdanken wir jeder Oma ein Viertel unseres Erbgutes, dem Uropa ein Achtel, den Ururahnen ein Sechzehntel, und so weiter. Dennoch finden wir manche Gesichts-, aber auch Charakterzüge bei uns selbst und den anderen Nachfahren nicht so gleichmäßig verteilt wieder, wie die mathematische Berechnung suggerieren könnte. In der Biologie spricht man daher von dominanten Erbinformationen, die sich selbst in den Vordergrund schieben und andere in den Hintergrund drängen können.
Analog zu diesen körperlichen Phänomenen lassen sich im Generationenvergleich einige Entsprechungen in den zentralen Lebensthemen wiederfinden wie zum Beispiel Neigungen, Schwächen, Talente, Leidenschaften etc. Diese wiederum lassen sich im astrologischen Horoskop sichtbar machen, und wenn man das eigene Horoskop mit dem eines Verwandten oder Vorfahren synoptisch in Beziehung setzt, so gehen einem nicht selten die Augen über, wie häufig gemeinsame Aszendenten, Planetenaspekte und andere Besonderheiten über Generationen hinweg zu beobachten sind. Es ist daher die Begegnung mit den eigenen Wurzeln und letztlich mit uns selbst, wenn wir in den alten Kirchenbüchern und Urkunden der Standesämter recherchieren, um Ort, Datum und Uhrzeit von Geburt oder Ableben eines Vorfahren ausfindig zu machen.
Die Menschen vergangener Epochen hatten im Grunde genommen die gleichen Schwierigkeiten, mit dem Leben zurecht zu kommen, wie wir heute. Oft erlagen auch sie der Versuchung, dem zentralen Lebensthema aus dem Weg zu gehen: dem Erkennen und Entwickeln der eigenen Persönlichkeit, dem Weg zum eigenen Selbst. In Kriegs- und Notzeiten, in Phasen extremer politischer Repression und allzu eng gesteckten religiösen Grenzen fiel es auch nicht schwer, die Übereinstimmung mit dem gesellschaftlichen Konsens im eigenen Focus zu haben, ihr den ersten Platz auf der Prioritätenliste zu reservieren und ein vorgefaßtes Weltbild einfach zu übernehmen. In der heutigen Zeit haben wir andere, eigene Gründe, auf die unvoreingenommene Erforschung unserer Lebensräume zu verzichten. Dennoch ähneln sich die Denk- und Verhaltensstrukturen in erstaunlichem Umfang: Auch für uns geht es darum, dazu zu gehören, in der "Herde" integriert zu sein. Wir verfügen heute allenfalls über ein größeres Spektrum an Auswahlmöglichkeiten in Bezug auf vorgefaßte Weltbilder.
Die Betrachtung eines Familienthemas mit Hilfe der Astrologie läßt uns das Entstehen und das Sich-Verdichten von Verstrickungen über Generationen hinweg erkennen. Hier bekommen wir ein Vergrößerungsglas für unser eigenes Horoskop, eine Analogie für unsere persönliche Entwicklung in unserer bisherigen Lebensspanne. Wir werden ermutigt unsere Chancen zu erkennen und zu nutzen, das heißt, die alten Familienmuster, denen wir eine persönliche Ausprägung gegeben haben, auf ihren Nutzen oder ihre Hinderlichkeit zu prüfen, damit wir sie nötigenfalls wandeln und heilen können (vgl. Routinen unterbrechen), zu unserem eigenen Wohl und letztlich auch dem unserer Familie.
Am Ende verspüren wir unser Eingewobensein in die Geschicke der Familie dann nicht mehr als belastende Verstrickung, sondern als universale Verbindung im All-Eins-Sein mit unserer Familie, der Sippe, dem Volk, der Menschheit und ALLEM.
In der Einzelsitzung zur Ahnenenergie arbeiten wir mit dem Horoskopbrett, erschließen die energetische Situation, lösen Blockaden, Verstrickungen und initiieren heilende Impulse.
Die Dauer dieser Einzelsitzung beträgt ca. 2 1/2 Stunden.
Die familiären Verstrickungen und Muster sind auch Thema unsesres Gruppen-Workshops "Im Bannkreis der Ahnen"